„Du bist nicht auf der Erde, um unglücklich zu werden. Doch Glück ist allein der innere Friede.

Lerne ihn finden.
Du kannst es.“

 

Buddha

Körperarbeit – durch eine eigene Übungspraxis eine heilsame Verbindung zum Körper finden

 

Eine eigene Übungspraxis entwickeln basierend auf Übungen aus dem Yoga, der Atemlehre, imaginativen Stärkungsübungen (Sonnenatmung, Heilvisualisierung etc…)

 

Eine Schulung der Achtsamkeit, Präsenz und der genauen fühlenden Wahrnehmung des Körpers

 

1. Präventiv:

 

In einer Welt die zunehmend schneller und digitaler wird, sind wir im Alltag zumeist über den Verstand gefordert. Der Geist ist ständig in Bewegung, nimmt Informationen auf, verarbeitet sie, reagiert auf Außenreize, Gespräche und Nachrichten. Der Preis ist zumeist eine unnatürliche Spaltung von Körper, Seele und Geist. Häufig geht die achtsame und genaue Wahrnehmung für den Körper verloren. Der Körper wird erst dann wahrgenommen, wenn er das Signal Schmerz sendet, oder uns Schwierigkeiten bereitet.

 

Eine tägliche Praxis (auch wenn es nur 10 Minuten sind) mit persönlich auf den einzelnen Menschen abgestimmten Übungen, erhält den Körper beweglich schafft eine bewusste Verbindung zu diesem und lehrt uns dessen Signale bewusst wahrzunehmen. Der Körper braucht Bewegung für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem, eine gute Durchblutung, ein gutes Immunsystem und einen gesunden Bewegungsappart. Regelmäßige Bewegung kräftig die Muskeln, stärkt die Knochen, Bänder und Sehnen. Eine zielgerichtete eigene Körperpraxis trägt dazu bei uns gesund zu erhalten.

 

2. Situativ:

 

a) akut

Unfälle, Operationen oder auch Erkrankungen können von einem Moment zum anderen dazu führen, dass wir in der körperlichen Bewegung eingeschränkt sind. Plötzlich können wir gewohnte Bewegungen nicht mehr wie sonst ausführen, sei es das diese nicht möglich sind oder Schmerzen verursachen. Die gewohnte Sicherheit das unser Körper tut was wir wollen und uns dafür zur Verfügung steht geht verloren. Neben der körperlichen Einschränkung, fühlen wir uns zumeist verunsichert und in unserem allgemeinen Lebensgefühl beeinträchtigt.

Schmerzen erzeugen im gesamten Körper Spannung und Fehlhaltungen. Eine auf den gesamten Körper abgestimmte Übungspraxis hilft, Bewegungsfähigkeit wiederzuerlangen und die durch Schmerzen oder Anspannung entstandene Fehlhaltungen auszugleichen. Atem und Bewegung schaffen Raum und bringen wieder mehr Leichtigkeit und Lebensfreude.

 

b) chronisch

Chronische Einschränkungen des Bewegungsapparates, wie Arthrose, Bandscheiben, Skoliose, Sehnen- Bänderschäden etc. ziehen eine Beeinträchtigung im gesamten Leben nach sich. Gezielte Übungen können auch chronische Körperzustände deutlich verbessern, und das gesamte System positiv beeinflussen.

 

 

3. Therapiebegleitend:

 

Der Körper ist der Sitz unserer Gefühle. Alles, was wir in unserem Leben erlebt haben ist auf zellulärer Ebene gespeichert. Der Körper hat sein eigenes Gedächtnis, seine eigenen Erinnerungen. Mag unser Geist die Traumata und Verletzungen vergessen haben, unser Körper erinnert sich, denn er kennt keine Zeit. Emotionen wie Angst, Wut oder Scham, - die wir alle im Laufe unseres Lebens erlebt haben - manifestieren sich als körperliche Empfindungen – ein Engegefühl in der Brust, Druck im Unterleib oder ein Kloß im Hals. Traumatische Erlebnisse versetzen den Körper in einen Zustand anhaltender Alarmbereitschaft. Das Gehirn schaltet in den Überlebensmodus: Der präfrontale Kortex wird gehemmt, während das limbische System mit Kampf, Flucht oder Erstarrung reagiert. Diese Stresszustände können über Jahre bestehen bleiben.

 

Wenn der Körper sich ständig in einem Zustand hohen Stresses (Kampf-oder-Flucht-Stress) befindet, - egal, ob durch Stress oder Überforderung im Alltag oder frühere Traumata, schüttet der Körper ständig Cortisol aus, um die Energie zu steigern und zu mit der wahrgenommenen Bedrohung umzugehen. Hält dieser Zustand jedoch zu lange an, wird das System überlastet. Vergleichbar ist dies mit einem Motor, der zu lange zu stark auf Touren gebracht wird – irgendwann kommt es zu Aussetzern. Wenn das passiert, kann es sein, dass der Körper nicht mehr genügend Cortisol produziert, was zu Erschöpfung, Benommenheit oder sogar Depressionen führt.

 

Achtsamkeitspraktiken wie Meditation, so wie die achtsamen Bewegungen des Yoga fördern die Entspannung, reduzieren Muskelverspannungen und fördern das Loslassen der im Körper gespeicherten Anspannung.

 

„Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie deren Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es. „ Thich Nhat Hanh